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  2010

Kammertheater 2010
Eine Komödie in 5 Akten
„Der Revisor“ oder
"Eine Stadt steht Kopf"
von Nikolai Wassilijewitsch Gogol

Freitag, 5. November, 20 Uhr
Samstag, 6. November,
16 und 20 Uhr
Freitag, 12. November,
20 Uhr
Samstag, 13. November,
16 und 20 Uhr.

Alfons Lins Haus
(großer Saal im 1. Stock),
Pfarrgasse, 63619 Bad Orb

In einer russischen Kleinstadt erfährt 1830 der Stadtgouverneur aus einem abgefangenen Brief, dass ein Revisor inkognito aus St. Petersburg unterwegs ist, um die öffentlichen Vorgänge in der Stadt zu inspizieren.
Die aufgeschreckten Bürger befinden sich in Aufruhr (denn wer hat schließlich nichts zu verbergen?), machen sich auf die Suche nach dem Fremden, und schnell machen die Klatschtanten der Stadt in dem neuen Gast im einzigen Hotel der Stadt den Revisor aus.
Es entsteht Panik, denn die Ämter der Stadt sind von korruptem Filz beherrscht.
In einem von ihren Verfehlungen getriebenem Bewusstsein der Bürger und Staaatsdiener jagt ein Vertuschungsmanöver das andere, und auch der vermeintliche Revisor beginnt mehr und mehr mit der ihm angedachten Rolle zu verschmelzen.
Das dies nicht ohne kleine und größere Missverständnisse, große und kleine Hinterhofgeschäfte abgeht, ist klar und zum Schluß ...
Mehr wird noch nicht verraten.

Gogols Bürokratensatire schlug im Russland des Jahres 1836 ein wie ein Blitz. Es war ein verstörender Erfolg für den Dichter, der offensichtlich ins Zentrum einer korrupten Gesellschaft getroffen hatte, die hier ihre Fratze »lachend, aber erbarmungslos« (Alexander Herzen) gespiegelt fand. »Alle werden sich einig sein, dass es eine solche Stadt in ganz Russland nicht gibt; undenkbar, dass alle unsere Beamten solche Ausgeburten sind. Und wenn es nur zwei oder drei ehrliche unter ihnen gibt, es gibt sie, während uns hier kein einziger begegnet. Kurz, eine Stadt wie diese haben wir nicht. Nicht wahr? Und wenn nun diese Stadt... unsere seelische Stadt darstellt und sich bei jedermann festgesetzt hat? Der Revisor hat kein Ende.« (Nikolai Gogol)

In Anwesenheit des Zaren Nikolaus I. fand die Uraufführung am 19.04.1836 statt Überliefert ist, dass er von diesem Stück sehr angetan war, bestärkte es ihn doch in seinem Kampf gegen Machtmissbrauch und Korruption.
In vielen Sprachen übersetzt ist es bis heute ein gern gespieltes Stück auf allen Bühnen Welt.